Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei starken, plötzlich auftretenden oder anhaltenden Beschwerden wenden Sie sich an eine Ärztin oder einen Arzt. In lebensbedrohlichen Situationen wählen Sie 112; bei dringenden, nicht lebensbedrohlichen Beschwerden außerhalb der Sprechzeiten 116117.
Messen
Beschwerden und Funktion notieren
Prüfen
Etikett, Medikamente und Risiken
Beobachten
Einnahme, Aktivität und Verträglichkeit
Entscheiden
fortsetzen oder beenden
Vor der ersten Kapsel
Halten Sie die konkrete Ausgangssituation fest. „Mir geht es besser“ ist schwer zu bewerten; „Beim Treppensteigen in den dritten Stock liegen die Schmerzen bei 6 von 10“ ist dagegen ein messbarer Ausgangspunkt.
Prüfen Sie Gegenanzeigen und Wechselwirkungen anhand der vollständigen Kennzeichnung.
- Schmerzstärke von 0 bis 10 bei derselben Tätigkeit
- Dauer der Steifigkeit
- Beschwerdearm bewältigte Strecke
- Gleichzeitig eingenommene Arzneimittel
Während des Einnahmezeitraums
Halten Sie sich an die Verzehrempfehlung und wählen Sie einen festen Zeitpunkt. Nehmen Sie nach einer vergessenen Portion keine doppelte Menge ein; beachten Sie für das weitere Vorgehen die Kennzeichnung der konkreten Packung.
Dokumentieren Sie nicht nur erwünschte Veränderungen, sondern auch unerwünschte Reaktionen, Schlaf, Aktivität und die Einnahme von Schmerzmitteln.
Der vorher festgelegte Auswertungszeitpunkt
Vergleichen Sie am Ende des vorher festgelegten Zeitraums dieselben Messpunkte. Eine Fortsetzung lässt sich nur persönlich abwägen, wenn eine Veränderung klar, wiederholbar und im Verhältnis zu Kosten und Risiken relevant ist.
Bleibt eine Veränderung aus, ist das Beenden ein vernünftiges Ergebnis des Versuchs und kein persönliches Scheitern. Erhöhen Sie die Tagesportion nicht eigenmächtig.
Sicherheit und Grenzen der Selbstanwendung
Ein Nahrungsergänzungsmittel darf keine Beschwerden verdecken, die diagnostisch abgeklärt werden müssen. Plötzlich starke Schmerzen, deutliche Schwellung und Rötung, ein heißes Gelenk, Fieber, eine Verletzung, fehlende Belastbarkeit oder rasche Verschlechterung erfordern medizinische Abklärung. Bei Lebensgefahr gilt 112; für dringende, nicht lebensbedrohliche Beschwerden außerhalb der Sprechzeiten ist der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 zuständig. Bei anhaltenden Beschwerden ist die Ursachenklärung wichtiger als der nächste Produktversuch.
Enthält das Produkt Glucosamin und nehmen Sie Cumarin-Antikoagulanzien beziehungsweise Vitamin-K-Antagonisten wie Phenprocoumon oder Warfarin ein, sollten Sie es nach der aktuellen Empfehlung des BfR nicht verwenden. Setzen Sie den Gerinnungshemmer keinesfalls eigenmächtig ab und ändern Sie seine Dosis nicht. Bei anderen Gerinnungshemmern, Arzneimitteln zur Blutzuckerkontrolle, Mehrfachmedikation, einer Allergie gegen Krebstiere, chronischen Erkrankungen, Schwangerschaft oder Stillzeit lassen Sie die vollständige Kennzeichnung vor der Einnahme ärztlich oder in der Apotheke prüfen.
Quellen und Methode
Wir trennen Studien zu einzelnen Inhaltsstoffen von Nachweisen zum fertigen Produkt. Vorrang haben deutsche Leitlinien, Behördeninformationen, systematische Übersichten und Rechtsquellen.